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Orientierung: 0,5 × Monatsbrutto × Beschäftigungsdauer. Bei § 1a KSchG werden mehr als sechs zusätzliche Monate auf ein volles Jahr aufgerundet; ein Anspruch setzt weitere Voraussetzungen voraus.

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Von Abmahnung bis Zeugnis: kurze Erklärungen, konkrete Beispiele und ausgewählte Rechtsprechung. Klicken Sie auf ein Thema für die Details.

BeendigungKündigung & Kündigungsschutz

Ob eine Kündigung wirksam ist, hängt unter anderem von Form, Zugang, Kündigungsgrund und besonderem Schutz ab. Der allgemeine Kündigungsschutz setzt grundsätzlich mehr als sechs Monate Beschäftigung und einen Betrieb mit regelmäßig mehr als zehn entsprechend gewichteten Arbeitnehmern voraus; Altfallregeln können abweichen.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Nach acht Jahren wird Ihre Stelle wegen einer Umstrukturierung gestrichen. Eine vergleichbare Stelle bleibt besetzt. Sozialauswahl und Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten können entscheidend sein.

Ihr nächster Schritt: Zugangstag notieren, Umschlag aufbewahren und sofort beraten lassen. Eine Kündigungsschutzklage muss grundsätzlich binnen drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung erhoben werden.

Grundlage: §§ 1, 4, 7, 23 KSchG ↗

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BeendigungAbfindung: Anspruch oder Verhandlung?

Eine Kündigung führt nicht automatisch zu einem Abfindungsanspruch. Abfindungen können sich etwa aus einem Angebot nach § 1a KSchG, einem Sozialplan, einem Aufhebungsvertrag oder einem Vergleich ergeben. Ein Rechner liefert eine Orientierung, keinen garantierten Anspruch.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Bei 4.000 € Monatsbrutto und zehn Beschäftigungsjahren ergibt der Faktor 0,5 einen Orientierungsbetrag von 20.000 €. Die Verhandlung kann zu einem anderen Ergebnis führen.

Ihr nächster Schritt: Vor einer Unterschrift auch Beendigungsdatum, Urlaub, Bonus, Zeugnis und mögliche Folgen für das Arbeitslosengeld prüfen.

Grundlage: § 1a KSchG ↗

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BeendigungKündigungsfristen richtig berechnen

Die gesetzliche Grundfrist beträgt vier Wochen zum 15. oder Monatsende. Für Arbeitgeber verlängert sie sich nach Beschäftigungsdauer. Arbeits- und Tarifverträge sowie Sondervorschriften können andere Fristen vorsehen. Vier Wochen sind 28 Tage, nicht ein Monat.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Arbeitgeberkündigung nach acht Jahren: gesetzlich drei Monate zum Monatsende. Arbeitnehmerkündigung: grundsätzlich weiter vier Wochen, sofern keine wirksame andere Regelung gilt.

Ihr nächster Schritt: Vertrag, Tarifbezug, Eintrittsdatum und tatsächlichen Zugang gemeinsam prüfen. Bei Befristung ist eine ordentliche Kündigung nur unter zusätzlichen Voraussetzungen möglich.

Grundlage: § 622 BGB; § 15 TzBfG ↗

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BeendigungAufhebungsvertrag & Sperrzeit

Ein Aufhebungsvertrag beendet das Arbeitsverhältnis einvernehmlich und benötigt Schriftform. Ein allgemeines gesetzliches Widerrufsrecht besteht dafür nicht. Eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld kann drohen; auch ein Ruhen wegen Abfindung ist zu prüfen.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Sie sollen noch am selben Tag unterschreiben und erhalten zwei Monatsgehälter. Eine fehlende Bedenkzeit allein macht den Vertrag nicht automatisch unwirksam.

Ihr nächster Schritt: Nichts ungeprüft unterschreiben. Gesamtpaket und Gesprächssituation dokumentieren.

Rechtsprechung

BAG, 24.02.2022 – 6 AZR 333/21: Das Gebot fairen Verhandelns hängt von den Gesamtumständen ab; ein nur sofort annehmbares Angebot ist allein kein Verstoß.

Entscheidung beim BAG ↗

Grundlage: § 623 BGB; §§ 158, 159 SGB III ↗

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ArbeitsalltagAbmahnung & Gegendarstellung

Eine Abmahnung muss das beanstandete Verhalten hinreichend konkret benennen und vor arbeitsrechtlichen Folgen bei Wiederholung warnen. Unzutreffende oder unverhältnismäßige Vorwürfe können einen Entfernungsanspruch begründen. Die passende Reaktion hängt auch von der Prozessstrategie ab.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Eine Abmahnung wirft Ihnen pauschal „ständige Unpünktlichkeit“ vor, ohne einzelne Tage zu nennen. Prüfen Sie Konkretisierung und Ihre Zeitnachweise.

Ihr nächster Schritt: Beweise sichern. Ob Gegendarstellung, Entfernungsverlangen oder zunächst keine Reaktion sinnvoll ist, im Einzelfall entscheiden.

Grundlage: § 314 Abs. 2 BGB; arbeitsvertragliche Rücksichtnahmepflichten ↗

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ArbeitsalltagArbeitsvertrag & Vertragsklauseln

Vergütung, Arbeitszeit, Versetzung, Probezeit, Ausschlussfristen und Nebenbeschäftigung sollten zusammenpassen. Vorformulierte Klauseln unterliegen einer Wirksamkeitskontrolle. Nachweispflichten und branchenspezifische Formvorgaben müssen zusätzlich beachtet werden.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Im Vertrag sind „sämtliche Überstunden“ ohne Umfang mit dem Gehalt abgegolten. Eine solche pauschale Klausel kann unwirksam sein.

Ihr nächster Schritt: Vertrag vor der Unterschrift prüfen lassen und mündliche Zusagen dokumentieren.

Grundlage: §§ 305 ff. BGB; Nachweisgesetz ↗

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AnsprücheArbeitszeugnis & Zeugnisnote

Ein qualifiziertes Zeugnis beschreibt Leistung und Verhalten. Es muss klar und verständlich formuliert sein und darf keine versteckten Aussagen enthalten. Über die Note und fehlende Tätigkeiten kann gestritten werden. Ein Anspruch auf eine bestimmte Dankes- oder Wunschformel besteht nicht generell.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Ihr Zeugnis bewertet die Leistung, lässt aber die Führungsverantwortung und das Verhalten gegenüber Kunden aus. Diese Auslassungen können relevant sein.

Ihr nächster Schritt: Entwurf frühzeitig verlangen und Tätigkeitsprofil, Zwischenzeugnisse und Bewertungen sichern.

Grundlage: § 109 GewO ↗

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AnsprücheUrlaub, Verfall & Urlaubsabgeltung

Bei einer Fünf-Tage-Woche beträgt der gesetzliche Mindesturlaub grundsätzlich 20 Arbeitstage. Vertrag und Tarifvertrag können mehr gewähren. Verfall und Verjährung hängen auch davon ab, ob der Arbeitgeber auf offenen Urlaub und drohenden Verlust hingewiesen hat. Für Langzeiterkrankungen gelten Besonderheiten.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Das Arbeitsverhältnis endet mit zwölf offenen Urlaubstagen. Können sie nicht mehr gewährt werden, kommt eine Abgeltung in Betracht.

Ihr nächster Schritt: Urlaubskonto und Hinweise des Arbeitgebers aufbewahren; Ausschlussfristen für Geldansprüche beachten.

Rechtsprechung

BAG, 20.12.2022 – 9 AZR 266/20: Die Verjährung des gesetzlichen Urlaubs beginnt grundsätzlich erst, wenn der Arbeitgeber seine erforderlichen Mitwirkungsobliegenheiten erfüllt hat.

Entscheidung beim BAG ↗

Grundlage: §§ 3, 7 BUrlG ↗

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AnsprücheLohnrückstand, Bonus & Ausschlussfristen

Ausstehendes Gehalt, Provisionen und Boni können geltend gemacht werden. Ob ein Bonus geschuldet ist, hängt von der konkreten Regelung ab. Kurze arbeits- oder tarifvertragliche Ausschlussfristen können deutlich vor der gesetzlichen Verjährung eingreifen.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Ein vereinbarter Zielbonus wird trotz erreichter Ziele nicht ausgezahlt. Bonusvereinbarung, Zielvorgaben und Abrechnungen sind die Grundlage der Prüfung.

Ihr nächster Schritt: Ansprüche rechtzeitig und in der erforderlichen Form geltend machen; Vertrag und Tarifvertrag auf Ausschlussfristen prüfen.

Grundlage: § 611a BGB; §§ 195, 199 BGB ↗

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AnsprücheÜberstunden & Zeiterfassung

Zeiterfassung schützt Gesundheit und macht Arbeitszeiten nachvollziehbar. Ein Vergütungsanspruch für Überstunden folgt daraus nicht automatisch: Umfang sowie Anordnung, Duldung oder betriebliche Notwendigkeit bleiben zu prüfen.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Sie arbeiten regelmäßig länger, aber der Arbeitgeber bestreitet eine Anordnung. Zeiterfassung und konkrete Nachrichten können Beweismittel sein.

Ihr nächster Schritt: Beginn, Ende, Pausen und Anlass zusätzlicher Arbeit dokumentieren.

Rechtsprechung

BAG, 13.09.2022 – 1 ABR 22/21: Arbeitgeber müssen ein System einführen, mit dem die geleistete Arbeitszeit erfasst werden kann.

Entscheidung beim BAG ↗

Grundlage: Arbeitszeitgesetz; § 3 Abs. 2 Nr. 1 ArbSchG ↗

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ArbeitsalltagKrankheit & Entgeltfortzahlung

Bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit kann bis zu sechs Wochen Entgeltfortzahlung geschuldet sein; Wartezeit und Vorerkrankungen sind zu berücksichtigen. Eine AU-Bescheinigung ist ein wichtiges Beweismittel, dessen Beweiswert durch besondere Umstände erschüttert werden kann.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Die AU beginnt am Tag Ihrer Eigenkündigung und deckt exakt die Kündigungsfrist ab. Der Arbeitgeber zweifelt sie deshalb an.

Ihr nächster Schritt: Arbeitsunfähigkeit unverzüglich melden. Bei einem Streit tatsächliche Beschwerden und Behandlungsverlauf nachvollziehbar sichern.

Rechtsprechung

BAG, 08.09.2021 – 5 AZR 149/21: Eine passgenaue AU zur Eigenkündigungsfrist kann zusammen mit weiteren Umständen ihren Beweiswert verlieren.

Entscheidung beim BAG ↗

Grundlage: §§ 3, 5 EFZG ↗

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BeendigungBefristung & Entfristung

Sachgrundlose Befristungen sind grundsätzlich bis zu zwei Jahren mit höchstens drei Verlängerungen möglich; Vorbeschäftigung und Sonderregeln können entscheidend sein. Die Wirksamkeit einer Befristung muss grundsätzlich innerhalb von drei Wochen nach dem vereinbarten Ende gerichtlich angegriffen werden.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Kurz vor einer Verlängerung wird zugleich die Arbeitszeit verändert. Das kann die rechtliche Bewertung einer sachgrundlosen Befristung beeinflussen.

Ihr nächster Schritt: Alle Verträge und Verlängerungen zusammen prüfen. Die Befristungsabrede muss rechtzeitig in wirksamer Form vorliegen.

Grundlage: §§ 14, 15, 17 TzBfG ↗

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ArbeitsalltagTeilzeit & Brückenteilzeit

Ein gesetzlicher Teilzeitanspruch setzt unter anderem Beschäftigungsdauer, Betriebsgröße und einen rechtzeitigen Antrag voraus. Brückenteilzeit ermöglicht unter zusätzlichen Voraussetzungen eine zeitlich begrenzte Reduzierung. Ablehnungen müssen rechtlich tragfähig sein.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Sie möchten für zwei Jahre von 40 auf 30 Stunden reduzieren und anschließend zurückkehren. Dann kommen die Regeln zur Brückenteilzeit in Betracht.

Ihr nächster Schritt: Umfang, Verteilung und Starttermin klar benennen und Antragsfristen beachten.

Grundlage: §§ 8, 9a TzBfG ↗

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ArbeitsalltagHomeoffice, Versetzung & Arbeitsort

Ein allgemeiner gesetzlicher Anspruch auf Homeoffice besteht nicht. Entscheidend sind Vertrag, Betriebsvereinbarung und getroffene Absprachen. Das Weisungsrecht erlaubt keine beliebige Änderung; die Interessen beider Seiten müssen berücksichtigt werden.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Nach längerer Tätigkeit zu Hause sollen Sie täglich an einen weit entfernten Standort wechseln. Vertrag und bisherige Vereinbarungen sind zu prüfen.

Ihr nächster Schritt: Schriftliche Homeoffice-Absprachen und Versetzungsschreiben sichern.

Grundlage: § 106 GewO; § 315 BGB ↗

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Besonderer SchutzSchwangerschaft & Mutterschutz

Während der Schwangerschaft und in weiteren gesetzlich bestimmten Zeiträumen gilt besonderer Kündigungsschutz. Beschäftigungsverbote, Schutzfristen und Zahlungen folgen eigenen Regeln. Der Zeitpunkt der Kenntnis des Arbeitgebers kann bei einer Kündigung entscheidend sein.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Sie erhalten eine Kündigung, bevor der Arbeitgeber von der Schwangerschaft weiß. Die gesetzliche Mitteilungsfrist muss sofort geprüft werden.

Ihr nächster Schritt: Schwangerschaft und Zugang der Kündigung zeitnah klären; grundsätzlich ist auch die Dreiwochen-Klagefrist zu beachten.

Grundlage: § 17 MuSchG ↗

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Besonderer SchutzElternzeit & Teilzeit während Elternzeit

Elternzeit und Teilzeit während der Elternzeit folgen besonderen Antrags- und Fristregeln. Der Kündigungsschutz beginnt nicht beliebig früh. Für die Form der Anmeldung können das Geburtsdatum des Kindes und Übergangsregelungen entscheidend sein.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Sie möchten nach der Geburt zunächst vollständig pausieren und später mit 25 Wochenstunden zurückkehren. Beide Schritte sollten abgestimmt beantragt werden.

Ihr nächster Schritt: Nicht von allgemeinen Mustern auf die richtige Form schließen; Geburtstermin, Zeitraum und Eingang des Antrags prüfen.

Grundlage: §§ 15, 16, 18 BEEG ↗

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Besonderer SchutzSchwerbehinderung & BEM

Eine Arbeitgeberkündigung schwerbehinderter oder gleichgestellter Menschen benötigt grundsätzlich vorherige Zustimmung des Integrationsamts; Ausnahmen gelten etwa in den ersten sechs Monaten. Ein betriebliches Eingliederungsmanagement kann bei längerem Krankheitsverlauf relevant sein.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Nach mehreren Krankheitsphasen wird ohne erkennbare Beteiligung des Integrationsamts gekündigt. Schutzstatus und Ausnahmen sind zu prüfen.

Ihr nächster Schritt: Bescheid, Gleichstellung und Arbeitgeberkenntnis klären. Auch hier Kündigungsfristen und Klagefrist sofort beachten.

Grundlage: §§ 167, 168, 173 SGB IX ↗

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Besonderer SchutzDiskriminierung & Entgeltgleichheit

Das AGG schützt vor Benachteiligungen aus gesetzlich genannten Gründen. Ansprüche auf Entschädigung und Schadensersatz haben kurze Fristen. Unterschiedliches Verhandlungsgeschick rechtfertigt eine geschlechtsbezogene Entgeltbenachteiligung nicht ohne Weiteres.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Eine Kollegin verdient für gleiche Arbeit weniger als ein männlicher Kollege. Vergleichbarkeit und sachliche Vergütungsgründe werden geprüft.

Ihr nächster Schritt: Indizien und Vergleichsdaten sichern; grundsätzlich zweimonatige Geltendmachungsfrist und gerichtliche Folgefrist prüfen.

Rechtsprechung

BAG, 16.02.2023 – 8 AZR 450/21: Bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit kann ein geringeres Entgelt im Vergleich zum anderen Geschlecht eine Diskriminierungsvermutung begründen.

Entscheidung beim BAG ↗

Grundlage: §§ 15, 22 AGG; Entgelttransparenzgesetz ↗

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ArbeitgeberBetriebsrat & Anhörung

Vor jeder Arbeitgeberkündigung ist ein vorhandener Betriebsrat anzuhören. Eine Kündigung ohne erforderliche Anhörung ist unwirksam. Bei Arbeitszeit, technischer Überwachung und weiteren Themen können Mitbestimmungsrechte bestehen.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Der Arbeitgeber kündigt zuerst und informiert den Betriebsrat erst am Folgetag. Der Ablauf der Anhörung ist dann ein zentraler Prüfpunkt.

Ihr nächster Schritt: Betriebsratsbeteiligung frühzeitig einplanen und vollständig dokumentieren.

Grundlage: §§ 87, 102 BetrVG ↗

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BeendigungFreistellung & offener Urlaub

Bei einer Freistellung müssen Vergütung, Widerruflichkeit, Urlaubsanrechnung und Zeitguthaben getrennt betrachtet werden. Urlaub wird nicht durch jede Freistellung automatisch erfüllt. Auch variable Vergütung und Zwischenverdienst können eine Rolle spielen.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Sie werden bis zum Vertragsende freigestellt. Das Schreiben sagt nichts darüber, ob die Freistellung unwiderruflich ist und Urlaub angerechnet werden soll.

Ihr nächster Schritt: Freistellungsschreiben zusammen mit Urlaubskonto, Zeitkonto und Aufhebungsvertrag prüfen.

Grundlage: § 7 BUrlG; § 615 BGB ↗

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BeendigungÄnderungskündigung

Bei einer Änderungskündigung wird gekündigt und zugleich eine Weiterbeschäftigung zu anderen Bedingungen angeboten. Unter den Voraussetzungen des KSchG kann das Angebot unter Vorbehalt angenommen und gerichtlich überprüft werden. Dafür gelten kurze Fristen.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Sie sollen am selben Arbeitsplatz mit deutlich weniger Gehalt weiterarbeiten. Einfaches Ablehnen und Annahme unter Vorbehalt haben unterschiedliche Folgen.

Ihr nächster Schritt: Vorbehalt und Änderungsschutzklage unverzüglich prüfen; die Vorbehaltsfrist beträgt höchstens drei Wochen.

Grundlage: §§ 2, 4 KSchG ↗

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AnsprücheRechtsschutz & Kosten im Arbeitsprozess

In der ersten Instanz des arbeitsgerichtlichen Urteilsverfahrens trägt jede Partei ihre eigenen Anwaltskosten grundsätzlich selbst, auch wenn sie gewinnt. Eine Rechtsschutzversicherung kann Kosten nach Deckungszusage übernehmen; Selbstbeteiligung und Wartezeit sind zu beachten.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Sie gewinnen eine Lohnklage vollständig. Die eigenen Anwaltskosten werden deshalb in erster Instanz grundsätzlich dennoch nicht vom Arbeitgeber erstattet.

Ihr nächster Schritt: Deckungsanfrage frühzeitig stellen. Vergütungsvereinbarung und Versicherungsleistung können voneinander abweichen.

Grundlage: § 12a ArbGG ↗

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ArbeitgeberArbeitsverträge & Trennung für Arbeitgeber

Gute Vertragsgestaltung und eine saubere Dokumentation erleichtern die Personalpraxis. Vor Abmahnung oder Kündigung sind Kündigungsschutz, Betriebsratsbeteiligung und Sonderkündigungsschutz zu klären. Pauschale Standardmuster ersetzen die Prüfung nicht.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Ein kleiner Betrieb möchte sich in der Probezeit trennen. Auch wenn allgemeiner Kündigungsschutz fehlt, können Form, Frist und besondere Schutzregeln greifen.

Ihr nächster Schritt: Personaldaten, Vertrag und Anlass zusammenstellen; jede Kündigung vor Ausspruch prüfen.

Grundlage: §§ 622, 623 BGB; KSchG ↗

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ArbeitsalltagWettbewerbsverbot & Nebenjob

Nebentätigkeiten können erlaubt sein, solange berechtigte Arbeitgeberinteressen und Arbeitszeitgrenzen gewahrt bleiben. Ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot benötigt besondere Voraussetzungen, insbesondere eine Karenzentschädigung.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Ihr Arbeitsvertrag verbietet nach dem Ausscheiden jede Tätigkeit in der Branche, enthält aber keine Karenzentschädigung. Die Klausel ist besonders prüfungsbedürftig.

Ihr nächster Schritt: Reichweite, Dauer und Entschädigung prüfen, bevor Sie ein Angebot eines Wettbewerbers annehmen.

Grundlage: §§ 74 ff. HGB; § 110 GewO ↗

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Rechtsstand: 10.10.2026. Die Beispiele sind vereinfacht und erfunden. Für Ihren Fall können weitere Regeln entscheidend sein. Quellen ansehen →

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Zusätzlich gesondert zu beauftragen: Keine Wirksamkeitsprüfung der Kündigungsgründe, keine Klage und keine komplexe Tarifauslegung.

Regelmäßig binnen 2 Werktagen ab Mandatsannahme, zulässigem Leistungsbeginn und vollständigen Unterlagen.

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  • Richtwert, Beendigungstermin und rechtliche Risiken
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  • Ein Arbeitsvertrag bis 12 Seiten
  • Vergütung, Arbeitszeit, Probezeit und Ausschlussfristen
  • Schriftliche Risikohinweise und wesentliche Änderungsvorschläge

Zusätzlich gesondert zu beauftragen: Keine Erstellung eines neuen Vertrags, keine Tarifvertragsanalyse und keine Geschäftsführeranstellung.

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Individueller Arbeitsvertrag für ein Arbeitsverhältnis auf Grundlage Ihrer Angaben.

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Ansprüche

Urlaub & Abgeltung prüfen

Offenen Urlaub und mögliche Abgeltung nachvollziehbar einordnen.

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  • Arbeitsvertrag und Urlaubskonto bis 15 Seiten
  • Ein Kalenderjahr oder ein konkret benannter Abgeltungsfall
  • Schriftliche Berechnung und Hinweise zu Fristen

Zusätzlich gesondert zu beauftragen: Keine umfassende Aufarbeitung mehrjähriger Krankheitsverläufe und keine Vertretung.

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  • Ein Arbeitsverhältnis und bis zu 3 Abrechnungsmonate
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Zusätzlich gesondert zu beauftragen: Kein Aufforderungsschreiben, keine Klage und keine komplexe Provisionsabrechnung.

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Beendigung

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Befristungsgrund, Verlängerung und mögliche Entfristung einordnen.

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  • Ein Vertrag mit bis zu 3 Verlängerungen, insgesamt 15 Seiten
  • Form, Vorbeschäftigung und Befristungsregeln
  • Schriftliche Empfehlung und Klagefristenhinweis

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Zusätzlich gesondert zu beauftragen: Keine Betriebsvereinbarung und kein Datenschutz- oder Arbeitsschutz-Audit.

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Gut zu wissen

Die wichtigsten Fragen.

Was ist auf arbeitsrecht.gratis kostenlos?

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Kann ich direkt nach der Zahlung mit der Bearbeitung rechnen?

Die Zahlung ist eine Vorauszahlung. Das Mandat entsteht erst mit ausdrücklicher Annahme durch die Kanzlei. Bearbeitungszeiten beginnen nach Annahme, vollständigen Angaben und zulässigem Leistungsbeginn. Ein sofortiger Start setzt Ihre freiwilligen, ausdrücklichen Erklärungen zum vorzeitigen Beginn voraus.

Werden kostenpflichtige Kurzchecks anwaltlich geprüft?

Kostenpflichtige anwaltliche Leistungen werden nach ausdrücklicher Mandatsannahme im vereinbarten Umfang persönlich geprüft. Die kostenlosen Rechner liefern lediglich eine allgemeine Rechenorientierung.

Was passiert mit laufenden Fristen?

Eine Bestellung oder Terminreservierung wahrt keine Frist. Rufen Sie bei einer Kündigung sofort an. Eine Fristübernahme muss die Kanzlei ausdrücklich bestätigen. Die Rechtsantragstelle des zuständigen Arbeitsgerichts kann eine Klage ohne Anwaltsvertretung aufnehmen.

Kann ich den Online-Auftrag widerrufen?

Verbraucher haben grundsätzlich ein 14-tägiges Widerrufsrecht ab Vertragsschluss. Einzelheiten zum vorzeitigen Beginn, zu Wertersatz und zum Erlöschen bei vollständiger Leistung finden Sie in den Bestellbedingungen. Nutzen Sie bei Bedarf die jederzeit erreichbare Funktion „Vertrag widerrufen“.

Wie sende ich vertrauliche Unterlagen?

Für anwaltliche Leistungen vereinbaren wir nach Mandatsannahme einen passenden Übermittlungsweg. Senden Sie Gesundheitsdaten und andere vertrauliche Informationen erst nach Abstimmung.

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